Donnerstag, 25. September 2014

1. Diabetes Blog Woche - Donnerstag (jetzt aber wirklich)

So, dann schiebe ich mal direkt noch einen hinterher. Nachdem ich gestern gepennt habe und meinen gestrigen Post heute (besser gesagt gerade eben) geschrieben habe, hier jetzt noch mein aktuelles Werk zum heutigen Thema: Technik, die begeistert.

Technik. Puh. Das ist ja mal so garnicht mein Lieblingsthema. Trotzdem will ich versuchen, euch meine Sicht der Dinge auf dieses - für unser Diabetiker nicht ganz unwichtige Thema - zu schildern.
Als der Schweinepriester bei mir eingezogen ist, wurde gespritzt. Teils mit Einwegspritzen. Nicht wirklich hightech, dafür aber unangenehm. Sonst wäre es ja langweilig.
Seit (ich glaube) 2003 bin ich stolze (!!!) Besitzerin einer Pumpe. Schon immer von Minimed/Medtronic, weil wegen isso. Und diese Technik begeisterte mich zu Beginn garnicht. Gar-gar-garnicht. "Katheter" ist ein garstiges Wort mit bitterem Beigeschmack und die Idee 24/7 an ein Gerät angeschlossen zu sein klingt für viele (wie auch für mich damals) echt irre. Bot, Robo, Tamagochi. Technik vs. menschlicher Körper. Igittibäh! Nach der Eingewöhnungsphase verflogen meine Sorgen und meine Pumpe und ich verstehen uns seither prima.

So richtig ge"flash"t (höhö) war ich, als ich das erste mal ein CGM tragen durfte. Was vorher immer durch blöde "Auslassversuche" aka. Basalratentest ausbaldowert werden musste, sollte sich mithilfe des kontinuierlichen Glukosemesssystem ganz einfach bestimmen lassen. Ganz einfach - pah! So super die Idee auch war und so sehr sie mich zu Beginn begeisterte, das Riesenteil (damals noch größer als meine Pumpe) mit Megakabel wollte und wollte einfach nicht funktionieren. Selten geschah es, dass mal ein Test wirklich funktionierte. Damals noch undenkbar, dass es in nicht allzu ferner Zukunft CGM-Geräte für den Hausgebrauch geben sollte. Für Leute, die sich sowas leisten können. Ich bin absoluter Verfechter der kontinuierlichen Messung und beneide jeden darum, der so ein schmuckes Teil sein Eigen nennen darf. Keine Teststreifenverschwenderei mehr, kein Fingerwundgesteche. Ein Traum wäre das. Auch das neue F(lash)G(lucose)M(onitoring), das viele meiner Bloggerkollegen ja kürzlich am eigenen Leib testen durften, ist meiner Meinung nach - vor allem nach der Lektüre der bisherigen Blogposts zu diesem Thema - ein vielversprechendes Teil. Ich bin gespannt, wie es sich auf dem Markt schlägt und ob es dem vielgeliebten CGM den Rang ablaufen kann.

Da mein Erfindergeist leider gleich null ist, verzichte ich an dieser Stelle darauf meine Trauminsulinpumpe-CGM-wasauchimmer-Konstruktion zu entwerfen und sage nur so viel: Ich bin froh, in einer Zeit Diabetiker zu sein, in der es möglich ist diese Krankheit auf eine mehr oder weniger angenehme Art und Weise zu behandeln. Die Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten ist überwältigend und es ist quasi für jeden was dabei. Ich bin zuversichtlich, dass sich auch in den nächsten Jahren weiterhin viel tun wird. So steht zur Zeit zum Beispiel der Bionic Pancreas auf dem Prüfstand, ein System, das nach eigenständiger Bestimmung des Glukosegehaltes der Gewebsflüssigkeit über die passende Dosierung und Abgabe von Insulin und Glukagon die Funktionen der Bauchspeicheldrüse imitiert und so den BZ-Spiegel konstant hält. Man darf gespannt sein.


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